Nansý Sunadóttir (*1997) ist eine färöische Lyrikerin und Bibliothekarin. Sie studierte Färöische Sprache und Literatur und arbeitet an der Nationalbibliothek der Färöer. Bereits vor ihrem Debüt veröffentlichte sie Gedichte in der Literaturzeitschrift Varðin.
Mit ihrem ersten Gedichtband Eg hvessi mær knívin, eg komi heim (2024) widmet sie sich den Themen Geschlecht, Jugend und Selbstverletzung. Das Messer wird dabei zum zentralen Bild einer poetischen Sprache, die Verletzlichkeit nicht nur als Schmerz, sondern auch als Ort von Schönheit, Trost und Hoffnung begreift. Die Gedichte sind ein leiser, zugleich beharrlicher Protest gegen Einsamkeit und Sprachlosigkeit. Für das Buch erhielt sie 2025 den EBBA Award.
2026 erschien der Band in deutscher Übersetzung unter dem Titel ich schärfe mein Messer, ich kehre heim im Parasiten Presse Verlag (Übersetzung: Theresa Kohlbeck Jakobsen). Ebenfalls 2026 wurde sie mit einem Stipendium der Thorvald Poulsen av Steinum Foundation ausgezeichnet.